COVID-19: Es wird immer schwieriger – der Elefant im Raum und der Tod im Pflegeheim

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

nur für die, die es noch nicht gemerkt haben, möchten wir darauf hinweisen, dass da noch ein Elefant mitten im Zimmer steht.

Nachdem das Bundesamt für Statistik die Kurve von 2018 standardmäßig ausblendet, sieht es beim ersten Aufruf zumindest nach ein bisschen was aus. Das fällt sofort wieder in sich zusammen, wenn man 2018 zum Vergleich anklickt.

Sieht so ein neuer, brandgefährlicher Killervirus zoonotischen Ursprungs aus, der es zwar vom Fischmarkt in Wuhan nach Heinsberg geschafft hat, aber dann an Mundschutz und 1.5m Mindestabstandsgebot gescheitert sein soll?

Was bleibt von dem Bisschen übrig, wenn man vorschnelle künstliche Beatmung aufgrund der Panik vor Aerosolen und fehlende Behandlung anderer Erkrankungen abzieht?

Und das bei einem hochinfektiösen Erreger, der seit Dezember in Europa war, bei einem Menschen, der keinerlei Kontakt zu China hatte?

Was ist dann der statistische Unterschied zu den klassischen Coronaviren und der saisonalen Virenwelle?

  • Patrick et al., “An Outbreak of Human Coronavirus OC43 Infection and Serological Cross-reactivity with SARS Coronavirus.”, Can J Infect Dis Med Microbiol. 2006 Nov; 17(6):330-6, https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18382647

Sind das die Kurven nach denen Menschen mit überhastet eingeführten oder wiederverwendeten Substanzen wie Remdesivir oder Hydroxychloroquin behandelt werden, oder kaum getestete, mutmaßliche Impfungen erhalten sollen?

Zur Gefährlichkeit und der fehlenden Wirksamkeit von Hydroxychloroquin vgl.

Dr. Wodarg hatte schon sehr früh auf die Gefährlichkeit von Chloroquin hingewiesen, insbesondere bei Favismus, der besonders in Afrika und in Ländern mit Menschen mit afrikanischen Vorfahren sehr verbreitet ist.

 

Aber mehr ist leider (oder zum Glück) in der Statistik nicht drin. Nur in den Pflegeheimen. Die hat man aus irgendeinem Grund nicht schützen können. In Kanada muß man wohl von einer „Pflegeheim Epidemie“ sprechen, vgl.

Warum ist es nicht gelungen, die Pflegeheime besser zu schützen (siehe Table 1), falls es denn überhaupt möglich gewesen wäre? Und warum ist die Anzahl der mit oder an COVID-19 Verstorbenen in Frankreich und Belgien so konstant (Figure 3)? Wir hatten am Beispiel Belgien mehrfach darauf verwiesen. Warum sieht man dort nicht den Abfall, wie man ihn in der Gesamtbevölkerung sieht?

Weil die Sterberate in Pflegeheimen so ist, wie sie ist?

OB Boris Palmer hatte auf diese Widersprüche hingewiesen und dafür entrüstete Kritik der im Fernseh-Studio versammelten Expertise erfahren, Morddrohungen gegen Corona-Kritiker Boris Palmer“, 18.05.2020, https://youtu.be/eF2r5Dt41pg?t=390 [ab 6:30 min, Link öffnet dort]

 

Wie der Statistiker Gerd Bosbach diese Woche angemerkt hatte, wären vor allem die Gesünderen unter den im Median 82 Jahre alten, mit oder an COVID-19 Verstorbenen in Deutschland, gestorben, wenn diese noch die durchschnittliche Lebenserwartung von 82 Jährigen gehabt hätten, wie der Herr vom Helmholtz-Institut behauptet. Das wäre gegen jede praktische Erfahrung.

Und es entspricht auch nicht der Wirklichkeit. Die Schweiz, Italien und Dänemark geben für 97%, 96% bzw. 83% der mit oder an COVID-19 Verstorbenen (Altersmedian Schweiz 84 Jahre, Italien 81 Jahre, davon Frauen 85 Jahre) mindestens eine Vorerkrankung an. Italien gibt für ca. 60% der Verstorbenen 3 oder mehr Vorerkrankungen an (Stand 21.5.2020)

Aber wer braucht die Wirklichkeit, wenn man ein Leben im Modell haben kann?

Sind die Fernseh-Professoren vom Helmholtz-Institut zu schlau für die einfachen Fragen? Gesunden Menschenverstand kann man weder lehren, noch lernen, noch abprüfen.

Tja. Was nun? Durchhalten bis zum Herbst und auf die nächste saisonale Virenwelle hoffen? So wie man in Deutschland mit Daten umgeht, könnte das klappen.

Allerdings, nur mit Bildern im Kopf kann man kein Land regieren. Dazu gehören auch (manchmal) unbequeme Wahrheiten. Eine dieser Wahrheiten ist die Fehlbarkeit von Wissenschaft.

 

Das einzige Medium, dass den Mut hatte, an der Fassade der Wissenschaft zu kratzen, war die Bild-Zeitung. Die Edeljournalisten in den Kulturredaktionen und Wissensressorts der gehobenen Presse schauen ungläubig auf die Dreistigkeit des Boulevards.

Jedoch, wann hätten diese Vorzeigejournalisten in der Berichterstattung zu den Kritikern, wie Dr. Wodarg, Dr. Bhakdi und vielen anderen Ärzten, Statistikern und Epidemiologen, jemals eine „dimensionierende Erläuterung des wissenschaftlichen Kontextes“ geliefert, wie Johannes Schneider und Carolin Ströbele von der ZEIT mit abgespreiztem kleinen Finger einfordern?

Naserümpfen bei den Edelschreibern. Für mehr reicht es nicht. Vgl. ebenda,

Das ist wirklich Gipfel. Eigene Recherchen bei arxiv.org! Und dann auch noch darüber geschrieben! Ein Politikjournalist! Ist das nicht verboten? Warum den Bürger mit unwesentlichen Details zu Randfragen wie der Öffnung von Kitas unnötig irritieren? So wäre es richtig gewesen, vgl. ebenda,

 

„Ein guter Journalist im oben skizzierten Sinn hätte sich nun ans Telefon geklemmt, sich von den betreffenden Forschern das wissenschaftliche Prozedere erklären lassen, wonach die Kritik an der Vorveröffentlichung der Studie Teil eines völlig normalen Kollegendiskurses ist und hätte auf Basis dieser Expertise mit seinem Vorgesetzten befunden, dass es hier keine Geschichte zu erzählen gibt oder höchstens eine, die eher kompliziert als knallig ist.“

Das Geräusch, das Sie im Hintergrund hören, ist Henri Nannen, der im Grab rotiert.

 

Bei diesem Impact auf das öffentliche Leben einen Kollegendiskurs im Hinterzimmer zuzulassen, erfordert ein Ausmaß an Vernageltheit, das wir hier nicht mit den adäquaten Worten beschreiben können.

Wann hätten Drosten und & Co denn überhaupt einmal etwas Belastbares geliefert, z.B. zur Zoonose-Hypothese von SARS-CoV2? Was bedeutet der genetische Abstand zweier Viren-Gensequenzen in den Bonsai-Datenbanken der Genetik? Welchen Bezug zur Wirklichkeit kann dieser Minimalst-Ausschnitt der Evolutionsmaschine Natur haben?

Darf der Bürger nicht wissen, was die Wissenschaft alles nicht weiß? Geht es etwa darum, genau dies zu verbergen? Und ist das nicht der eigentliche Vorwurf an die Bild-Zeitung? Dass man es gewagt hat, den Nimbus der Unfehlbarkeit der Wissenschaft zu hinterfragen?

Bei Glyphosat hat es 30 Jahre gedauert. Oder nach Tschernobyl. Da hat es allerdings noch bis Fukushima gedauert. Das waren 25 Jahre.

 

Mit freundlichen Grüßen,

Johannes Kreis